Client konfigurieren

Aus Freifunk Hannover

Für eine Clientinstallation (d.h. Linux, Windows oder OSX) müsst ihr euch das OLSR-Programm herunterladen und auf eurem Computer installieren.

Dazu muss in der /etc/olsrd.conf ist "LinkQualityLevel 2" eingestellt (Windows-GUI: Im Tab Settings: "Enable ETX link quality" Häkchen gesetzt und "for MPR selection and routing" gewählt)

Für diese Version (>0.4.8) des olsrd gibt es eine freifunk-Konfigurationsdatei, die ein paar Optimierungen des OLSR-Protokolls außer Kraft setzt und so voraussichtlich für mehr Stabilität im Netz sorgen wird. Zudem schaltet sie die Link-Quality-Erweiterungen der Version 0.4.8 ein. Damit minimiert der olsrd nicht mehr die Anzahl Hops zwischen uns und allen anderen Knoten. Er maximiert stattdessen die Linkqualität der Pfade zwischen uns und den anderen.

In der Konfigurationsdatei müssen wir nur noch "XXX" durch den Namen des WLAN-Interface ersetzen. Unter Linux, FreeBSD? oder Mac OS X gehört die Datei dann als "olsrd.conf" nach "/etc", unter Windows als "Default.olsr" in das Installationsverzeichnis des olsrd.

Falls Du eine Firewall eingeschaltet hast (z.B. iptables) solltest Du udp auf port 698 reinlassen, da sonst der olsrd keine routen bekommt.

Seit kurzem gibt es auch ein fertiges OLSR Paket für Debian.

olsrd unter OS X

Ein vorcompilierter olsr-Deamon für OS X ist ebenfalls über die offizielle Downloadseite erhältlich und kommt als Installer im pkg-Format daher. Einmal installiert ist lediglich die Konfigurationsdatei /etc/olsrd.conf wiefolgt anzupassen:

DebugLevel              1
IpVersion               4
AllowNoInt              yes
Pollrate                0.05
TcRedundancy            2
MprCoverage             7
LinkQualityFishEye      1
LinkQualityWinSize      100
LinkQualityDijkstraLimit 0 9.0
LinkQualityLevel        2
UseHysteresis           no

Hna4
{
}

Interface "en1"
{
        HelloInterval           6.0
        HelloValidityTime       108.0
        TcInterval              4.0
        TcValidityTime          324.0
        MidInterval             18.0
        MidValidityTime         324.0
        HnaInterval             18.0
        HnaValidityTime         108.0
}
Anlegen einer neuen Netzwerkumgebung

Die angegebenen Werte gelten für die olsrd-Version 0.5.2. Anstelle von en1 ist falls nötig der Name der verwendeten WLAN-Schnittstelle einzutragen. en1 ist beispielsweise der richtige Wert für die AirPort-Schnittstelle eines MacBook. Eine Freigabe des UDP-Ports 698 ist mit der Standard-Firewall von OS X nicht nötig, da sie grundsätzlich keine UDP-Ports blockt.

Es ist sinnvoll, unter Systemeinstellungen -> Netzwerk -> Umgebung -> Neue Umgebung... ein eigenes Netzwerkprofil für die Freifunk-Verbindung anzulegen und wie im Screenshot gezeigt einzustellen. In das Feld IP-Adresse gehört die in der Datenbank für den neuen Knoten registrierte IP-Adresse, bei DNS-Server ist ein vertrauenswürdiger Nameserver einzutragen. Da eine vertrauenswürdige Namensauflösung in Mesh-Netzwerken grundsätzlich problematisch ist, genügt hier in der Regel die Adresse eines Nachbarknotens im Freifunknetz, sofern dieser (wie die meisten Knoten) auch Namensauflösung abwickelt.

Experimentierfreudige Freifunker und "Schnupperfunker" können vor der Vergabe einer festen IP auch erst einmal die Einstellung DHCP statt manuell ausprobieren. Möglicherweise fungiert einer der Nachbarknoten in Reichweite als DHCP-Server, der automatisch die benötigten Einstellungen übermittelt. Dieses Vorgehen sollte allerdings nur eine Zwischenlösung sein. Registrierte Fest-IPs sind aus Gründen der Netzplanung in jedem Fall zu bevorzugen.

Sobald die Ad-Hoc-Verbindung zum nächsten Freifunk-Knoten steht, kann man den olsrd vom Terminal aus ohne Angabe von Kommandozeilenoptionen starten. Ist alles richtig konfiguriert, sollte die Debug-Ausgabe des olsrd nach einigen Sekunden mehrere Dutzend Freifunk-IPs im Subnetz 10.2.0.0 auflisten. Wer möchte kann in der olsrd.conf getrost DebugLevel 0 setzen, sobald die ersten Pings über die Freifunk-Verbindung ins Internet gehen. Dadurch verabschiedet sich der olsr-Daemon nach dem Start in den Hintergrund und gibt das Terminal wieder frei.

Persönliche Werkzeuge