Freifunk Firmware konfigurieren
Aus Freifunk Hannover
Achtung diese Anleitung ist bezieht sich auf 1.4.5 und ist daher veraltet (wer dies liest wird gebeten die Seite zu überarbeiten)
Im Folgenden wird die Konfiguration der Freifunk Firmware beschrieben. Diese bietet ein komfortables Webinterface an, über das man alle Einstellungen bequem vornehmen kann.
Inhaltsverzeichnis |
Kennwort
Hier kann man das Kennwort für den Router einstellen. Es gilt neben dem Webinterface auch für den Zugriff per SSH.
Kontaktinfos
Diese Informationen werden auf dem öffentlichen Bereich des Routers angezeigt und können von allen Netzteilnehmern eingesehen werden.
Die Pico Peering Vereinbarung gibt vor, daß man die wichtigsten Kontaktdaten des Betreibers nennen muss.
Sytem
Hier werden die Grundeinstellungen des Routers vorgenommen.
Host und Domain
Als Name des Routers kann man unter "Rechnername" eintragen, was man möchte. Es macht allerdings Sinn, dass dieser Name mit den Angaben in der Hotspot Liste übereinstimmen.
Für eine spätere Einführung einer internen DNS Namensauflösung im Freifunk Netzwerk sollte schon jetzt der Domänenname hannover.freifunk.net eingetragen werden. (Der Sinn und Unsinn dieser Einstellung wird gerade heftig diskutiert. Zur Zeit ist es letztlich egal, was man einträgt, aber es würde helfen, in Zukunft Arbeit zu vermeiden.)
DHCP/DNS Server
Für die automatische IP-Vergabe an WLAN Clients muss diese Option aktiviert werden. Außerdem muss die Einstellung OLSR-DHCP korrekt konfiguriert sein, s.u.
Zeitzone
Hier sollte man die für den jeweiligen Standort des Routers die korrekte Zeitzone eintragen. Die Zeitzone für Deutschland lautet CET-1CEST-2,M3.5.0/02:00:00,M10.5.0/03:00:00.
Eine Liste mit Zeitzonen [1] findet man im OpenWRT Wiki.
OLSR
Dieses sind die Einstellungen für den OLSR Dienst, der auf dem Router läuft und die automatische Vernetzung mit dem Freifunk Netz organisiert.
Automatische IP-Vergabe im WLAN
Für die automatische Vergabe von IP-Adressen im WLAN muss man unter OLSR-DHCP die IP-Adressen eintragen, die für die Clients zur Verfügung stehen.
Syntax: <start-ip>/<netzwerkgröße>,<subnetzmaske des eigenen ip bereiches>
Typischer Weise verteilt man per DHCP einen Teil des eigenen IP-Adressebereichs, der entweder bei 10.2.x.1 oder mit 10.2.x.129 beginnt und jeweils 126 rechnerisch verfügbare Adressen umfasst.
Beispiel
- Eigene IP-Adresse: 10.2.x.1
- Anzahl zu verteilender IP-Adressen: 14
- OLSR-DHCP Einstellung: 10.2.x.16/28,255.255.255.128
oder so
- Anzahl zu verteilender IP-Adressen: 30
- OLSR-DHCP Einstellung: 10.2.x.32/27,255.255.255.128
Eine Berechnung weiterer Netzwerkbereiche ist u.a. mit dem Tool ipcalc [2] möglich.
Internet-Freigabe
Wenn der Router über eine Verbindung zum Internet verfügt, kann man diese für andere Nutzer des Freifunk Netzwerks freigeben. Hotspots mit dieser Funktion werden auch Gateways genannt und können mit Hilfe des zusätzlichen Software Paketes freifunk-gateway-de [3] weitergehend konfiguriert werden. Z.B. kann man die freigegebene Bandbreite damit genau eingrenzen.
Um den eigenen Internetzugang im Freifunk Netzwerk bekannt zu geben (engl. announcen), muss man im Feld HNA4 den Wert 0.0.0.0/0 eintragen. Wenn kein Internetzugang zur Verfügung gestellt wird, bleibt das Feld leer.
Sollten wie in einigen vorgefertigten Firmware-Images noch URLs in den Feldern für White- oder Blacklists stehen, sind diese unbedingt zu entfernen. Die Felder müssen leer bleiben.
Dynamisches Gateway Plugin
Da kaum einer über eine dauerhafte Internetverbindung verfügt, ist es für die Funktionsweise des Freifunk Netzwerks sehr wichtig, dass keine "falschen Informationen" über nicht funktionierende Gateways verbreitet werden. Hier hilft das DynGW-Plugin, dass regelmäßig die Erreichbarkeit einer bestimmten Adresse prüft und die HNA4 Bekanntmachungen ggf. vorübergehend deaktiviert oder wieder aktiviert.
In den neueren Firmware-Versionen der 1.5er-Serie ist das Modul bereits vorinstalliert und aktiviert.
Drahtlos
Dieses sind die Parameter für die Konfiguration des WLAN Funknetzwerks.
Für ein reibungsloses Zusammenspiel von Freifunk Hotspots müssen vieler diese Angaben genau aufeinander abgestimmt sein.
Grundsätzlich empfiehlt es sich, die restlichen Einstellungen frei bzw. auf Voreinstellung zu belassen: so werden von der Freifunk Firmware intern automatisch die optimalen Werte verwendet.
Erforderliche Einstellungen
- WLAN-Modus: Ad-Hoc (Peer zu Peer)
- ESSID: hannover.freifunk.net - Achtung: Groß- und Kleinschreibung beachten! Also hier alles kleingeschrieben.
- BSSID: ca:ff:ee:ca:ff:ee
- Kanal: 1
Individuelle Einstellungen
- IP-Adresse - Hier muss die eigene IP-Adresse des Routers eingetragen werden
- Entfernung (Meter) - Mit dieser optionalen Einstellungen können lange Linkstrecken optimiert werden
- Kabel/Stecker-Verlust - Unverändert lassen bei den mitgelieferten Antennen, ansonsten hier die Leitungsverluste in dB eintragen
- Antennengewinn - Unverändert lassen bei den mitgelieferten Antennen. Werden andere Antennen verwendet, hier den Antennengewinn in dBi eintragen
Empfohlene Einstellungen
- Empfangsantenne: Antenne A
- Sendeantenne: Antenne A
- Sendeenergie: (leer lassen) - Siehe unten
- Funk-Modus: B-Modus und G-Modus - Für alle Geräte Typen verfügbar sein
- (E)SSID senden: Einschalten - Den Router im WLAN für andere Geräte sichtbar machen
- RTS-Schwelle: 250
- Beacon-Intervall: 300 - Die Häufigkeit, mit welcher der Router sich selbst im WLAN bekannt gibt
Sendenergie
Im Normalfall sollte man dieses Feld ebenfalls leer lassen. Es wird dann standardmäßig mit einem Wert von 79 gesendet.
Falls man eine andere Antenne an den Router anschließt, kann man hier manuell andere - vorzugsweise niedrigere - Werte eintragen, um das Sendeverhalten anzupassen.
LAN
Der LAN-Anschluss des Routers bietet die Möglichkeit, ein kabelgebundenes lokales Netzwerk aufzubauen. Mit diesen Einstellungen wird die eingebaute Netzwerkbrücke konfiguriert.
Für die bequeme und einfache Nutzung wird in diesem Beispiel DHCP aktiviert, so daß alle angeschlossenen Clients automatisch eine von 16 IP-Adressen aus dem Bereich 192.168.2.16/255.255.255.0 bekommen.
WAN
Der WAN-Anschluss des Routers dient dazu, den Router mit dem Internet zu verbinden. Dies geschieht typischer Weise über einen weiteren Router oder ein geeignetes DSL-Modem.
Üblicher Weise stellen diese Geräte eine IP über DHCP bereit.

